Page 7 - Schwaiger
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Gedichte Franz Schwaiger


Herbstnewi



Ku ma Autofahrn, dann geht s oan guat,
wei ma vui schnoia übarakema tuat:

da steigst und scho geht s dahi,
an Rutscha und scho an Dorf ent is dann sie,

un ea gast Seinihans auffi oda Kitz,

mit an Auto is schnoia de Gretl und a da Fritz.
Wenn s Schöweda is hat a Lenz oiwei a Freid,
ea is mit n Auto unterwegs de meiste Zeit.


s lowe Weda macht eahm a gar nit vui
a bei Regn und Schnee kimb ea ans Zui.

Nur an Newi ku a oafach net vatragn,
dea tuat n oiwei saggrisch plagn:


danaxt is a wieda in Newi kema,
dea eahm fast de ganze Sicht tuat nehma.
Ganz langsam fascht a hinta an ondern Auto hea,
ea sicht deszwegn vo da Straß a net mea,


oba voll konzentriascht ea auf dia routn Lichta blickt,
so a Newiweda is zum Autofahrn fei scho vazwickt.

Lenz schleicht hinta dem oan dahi,
ganz guat geht s, so kimb eahm vi.

Da bleibt dea vou eahm auf oamoi steh,

des weascht iatz net guat ausgeh,
Lenz steigt auf de Brems woi glei,

oba an kloan Rumpla tuats dawei.

Lenz voia Zoun zum ondan aussi schreit:
„Du bist woi net ganz gscheit,

hea und oafach stehbleim kust decht net toa!“
Drauf sagt zum Lenz da oa:


„Iatz los du mia moi zua,
di geht des gar nix u, was i da tua,
du brauchst de net so dazina,
du stehst nämlich in meina Garasch herina.“


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